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        <name>Obstkelterei van Nahmen</name>
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    <updated>2026-05-19T15:18:30+02:00</updated>
    
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            <title type="text">25 Jahre Streuobstwiesen-Aufpreisprojekt</title>
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                                            Umweltschutz mit Tradition - In einer glücklichen Ehe begeht man das 25-jährige Hochzeitsjubiläum mit der Silberhochzeit. Einen ähnlichen Anlass feiern die Obstsaftkelterei van Nahmen und der Naturschutzbund NABU im Jahr 2019: Seit 25 Jahren engagieren sich beide Partner in ha...
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                 Umweltschutz mit Tradition 
 In einer glücklichen Ehe begeht man das 25-jährige Hochzeitsjubiläum mit der Silberhochzeit. Einen ähnlichen Anlass feiern die Obstsaftkelterei van Nahmen und der Naturschutzbund NABU im Jahr 2019: Seit 25 Jahren engagieren sich beide Partner in harmonischem wechselseitigen Zusammenspiel auf glücklichste Weise für den Schutz heimischer  Streuobstwiesen . Denn nachdem der Bestand der alten Biotope in unserer Region seit den 1960er-Jahren dramatisch zurückgegangen war, entschloss sich Senior-Chef Rainer van Nahmen im Jahr 1994 gemeinsam mit den NABU-Kreisgruppen Wesel, Krefeld und Viersen dieser Entwicklung entgegenzutreten. Ziel war es, die landschaftsprägenden Anpflanzungen hochstämmiger Obstbäume zu schützen und aufzuforsten, um damit seltene Kulturobstsorten zu erhalten und zum Schutz wichtiger Biotope für Pflanzen und Tiere beizutragen. 
 Die Obstsaftkelterei van Nahmen hat in Anbau- und Lieferverträgen mit Obstwiesenbesitzern aus dem Münsterland und vom Niederrhein die Qualitätsanforderungen für Mostäpfel geregelt. Allerdings hat diese Qualität ihren Preis: Genießer der  sortenreinen van Nahmen Säfte  zahlen etwas mehr für ihre Produkte, als es Konsumenten von Säften aus konventionellem Plantagenanbau tun. Diesen Aufpreis geben wir an unsere Obstlieferanten weiter. So bieten wir ihnen die Möglichkeit, ihre Obstwiesen nach Kriterien nachhaltigen Wirtschaftens zu pflegen und rentabel zu betreiben. Die ungespritzten geschmacksintensiven Äpfel alter Kultursorten werden auf dem Höhepunkt ihres natürlichen Reifeprozesses geerntet; ihr hoher gesundheitsförderlicher Polyphenolgehalt bleibt durch schonende Mostverfahren bis in unseren Saft erhalten. 
 Jeder van Nahmen-Kunde hat also seinen ganz persönlichen Anteil daran, in den täglichen Genuss eines  Safts  von besonderer Qualität zu kommen. Mehr noch: Durch seine Unterstützung des Aufpreisprojekts trägt er direkt und aktiv zum Schutz der heimischen Umwelt bei. Die für Flora und Fauna wichtigen Obstwiesen werden erhalten und ausgebaut. Mehr als 10.000 Bäume wurden in den letzten 25 Jahren nachgepflanzt und sichern die Vielfalt alter Kulturobstsorten ebenso wie das traditionelle Landschaftsbild unserer westfälischen und rheinischen Heimat. 
 Die Streuobstwiese 
  Streuobstwiesen  sind seit Jahrhunderten ein landschaftsprägendes Element am Niederrhein und im Münsterland. Angelegt an Dorfrändern, um Bauernhöfe oder in der freien Feldflur dienen sie der Bereicherung und Verschönerung der heimischen Landschaft. Wenn sie größere Flächen bedecken, haben sie parkähnlichen Charakter und bieten im Frühling, wenn sie in voller Blüte stehen, einen wunderschönen Anblick. Als Streuobstwiese bezeichnet man Anpflanzungen hochstämmiger Obstbäume, die meist auf Wiesen oder Weiden ‘verstreut’ in der Landschaft stehen, und durch ihren weiträumigen Stand eine zusätzliche Nutzung der Fläche darunter erlauben. Neben der Erzeugung von Obst nutzt man sie häufig als Viehweide.  Streuobstwiesen  entstanden zu einer Zeit, als die Landwirtschaft und der Obstbau noch nicht voll mechanisiert waren. Heimisches Obst nahm damals bei der Ernährung der Bevölkerung einen wesentlich höheren Stellenwert als heute ein. Doch wurden die Wiesen seit etwa 1960 aufgrund des Aufwands für ihre Pflege und die beschwerliche Ernte des Obstes zunehmend unrentabel, was zur Rodung des alten, hochstämmigen Obstbaumbestandes führte. Obstgärten, die einst als Grüngürtel die Dörfer umgaben, gingen durch Ausweisung von Bauland und Gewerbeflächen verloren. Glücklicherweise konnte diese Entwicklung vor einigen Jahren gestoppt werden. Initiativen wie das gemeinsam von unserer Obstsaftkelterei mit dem NABU entwickelte Aufpreisprojekt trugen nicht nur dazu bei, bestehende Wiesen zu bewahren und durch gezielte Veredelungsmaßnahmen zu verbessern, sondern auch neue Streuobstwiesenbiotope anzulegen. Wir erhalten und pflegen damit ein landschaftliches Erbe, an dem sich auch noch nachfolgende Generationen erfreuen können. 
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                            <updated>2019-01-05T10:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Rundum Streuobstwiesen</title>
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                                            Was ist eine Streuobstwiese? Was macht Streuobstwiesen so besonders? Was unternimmt van Nahmen, zur Erhaltung der Streuobstwiesen? Was und wie kann ich als Verbraucher zum Erhalt der Streuobstwiesen beitragen? Und was muss ich beachten, wenn ich traditionsreiche Obstbäume selb...
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                  Was ist eine S  treuob  stwiese?  
  Streuobstwiesen  zeichnen sich durch eine gemischte Anbauweise von unterschiedlichen Obstbäumen aus. Es stehen unterschiedlich alte hochstämmige Obstbäume verstreut in der Landschaft. Streuobstwiesen befinden sich häufig in der Nähe von Bauernhöfen, da die Obstwiesen früher oft zur Eigenversorgung der Bauersfamilien dienten. 
 Wiesen mit Streuobst bieten vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Zum einen werden die Bäume zur Obsterzeugung verwendet (Obernutzung) und zum anderen kann die Fläche zwischen den Obstbäumen zur Heugewinnung oder als Weide für verschiedene Tiere genutzt werden (Unternutzung). 
  Was macht Streuobstwiesen so besonders?  
 Heutzutage kommt das Obst was man häufig auch in Supermärkten findet nicht von Streuobstwiesen, sondern von Spalierplantagen. Auf diesen Niederstammanlagen können mehr Bäume auf geringerem Raum gepflanzt werden, die Früchte waren tendenziell größer und den Obstpflückern wird dadurch die Arbeit erleichtert. 
 Zwischen den 1960ern und den 1970ern setzte die EU für die Landwirtschaft sogar Rodungsprämien ein. Dies führte zu Fällungen von Bäumen auf Streuobstwiesen, um große Landschaftsflächen zu gewinnen. Hierdurch entstanden Obst-Monokulturen und die Streuobstwiesen, die als langsam wachsendes Kleinbiotop fungierten, gerieten in Vergessenheit. 
 Erst gegen Ende der 1980er/ Anfang der 1990er Jahre, erkannte man, dass die Kleinbiotope als Kulturlandschaft eine hohe Bedeutung, auch für viele Tierarten, hatte. Die Streuobstwiese bietet nämlich Tieren, wie zum Beispiel dem Steinkauz, Fledermäusen oder auch Bienen und Schmetterlinge Nistgelegenheiten, Unterschlupf und Nahrungsmöglichkeiten. 
  Was unternimmt van Nahmen, zur Erhaltung der Streuobstwiesen?  
 Streuobstwiesen zeichnen sich durch eine gemischte Anbauweise von unterschiedlichen Obstbäumen aus. Es stehen unterschiedlich alte hochstämmige Obstbäume verstreut in der Landschaft. Wiesen mit Streuobst bieten vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Zum einen werden die Bäume zur Obsterzeugung verwendet (Obernutzung) und zum anderen kann die Fläche zwischen den Obstbäumen zur Heugewinnung oder als Weide für verschiedene Tiere genutzt werden (Unternutzung). Die Landschaft und Landwirtschaft im Rheinland werden schon seit über 150 Jahren von Wiesen geprägt, auf denen Streuobst wächst. Bereits 1994 tritt die Familie van Nahmen aktiv für den Schutz von Streuobstwiesen ein. Da es mühsam war Streuobstwiesen nur über Subventionen zu erhalten, begann Rainer van Nahmen 1994 gemeinsam mit dem  NABU Kreisgruppen Wesel ,  Krefeld und Viersen  ein Aufpreiskonzept zur Streuobstwiesen Förderung zu entwickeln. Inhalt des Konzepts war, dass die Obstwiesenbesitzer ihr reifes ungespritztes Hochstamm-Obst an uns liefern können und wir ihnen im Gegenzug einen höheren Preis für das Obst zahlen. Außerdem wird zweimal im Jahr eine gemeinsame  Pflanzaktion  durchgeführt, bei der 500-800 fast vergessene Obstsorten gepflanzt werden. Naturschutz und insbesondere der Erhalt von alten Obstsorten ist für uns eines der wichtigsten Prinzipien, was im Wesentlichen auch dazu beiträgt, dass erhaltenswerte Apfelsorten in Form von reinsortigen Säften vermarktet werden. 
  Was und wie kann ich als Verbraucher zum Erhalt der Streuobstwiesen beitragen  
 Gutes fängt im Kleinen an. Dies gilt auch für den Streuobstbau. Wer einen Garten sein Eigen nennen darf oder vielleicht sogar das Glück hat eine eigene Wiese zu besitzen, der kann an der jährlichen  Pflanzaktion  teilnehmen und einen passenden Obstbaum bei sich zu Hause pflanzen. Derjenige, der vielleicht nur Platz für einen Obstbaum hat, schafft bereits für viele verschiedene Tierarten Nistmöglichkeiten und eine Nahrungsgrundlage. Besonders Bienen mögen die heimischen Blüten der traditionellen Sorten und finden in den ungespritzten Blüten der hochstämmigen Bäume die ideale Futterquelle. Auch mit dem Genuss von  Apfelsaft von Streuobstwiesen  aus dem Hause van Nahmen fördern Sie den Erhalt von Streuobstwiesen. Denn Peter van Nahmen zahlt für die Lieferung von Äpfeln von Streuobstwiesen deutlich höhere Preise, als es üblich ist. Dadurch will er Streuobstwiesenbesitzer anregen ihre Wiesen zu pflegen und diese nicht in Bauland oder große Agrarflächen umzuwandeln. 
  Was muss ich beachten, wenn ich traditionsreiche Obstbäume selber anpflanzen möchte?   
 Besonders wichtig ist es, dass Sie sich vor dem Kauf vergewissern, dass es sich um eine traditionelle Obstsorte handelt. Heimische Bäume sind besser an die Voraussetzungen der Natur hier vor Ort angepasst und sind dadurch robuster und benötigen oft weniger Pflege. Auch die Sorte ist entscheidend. Je nach Sorte benötigt der Baum einen anderen Standort. Am idealsten ist der Spätherbst zur Pflanzung von Obstbäumen geeignet. Zu diesem Zeitpunkt können die Wurzeln noch fußfassen, bevor der Winter mit dem ersten Frost kommt. Durch den Regen im Herbst braucht man die Bäume auch nicht immer gießen. In trockenen Jahren sollte dennoch gegossen werden, damit der Baum gut anwachsen kann. Wenn der Winter vorüber ist und keine Frostgefahr mehr besteht kann auch im Frühling bis zum April gepflanzt werden. Das Pflanzloch für den Baum sollte 80 bis 100 cm breit sein und etwa 40 bis 50 cm tief. Der Boden sollte etwas aufgelockert werden, um das Wurzeln zu erleichtern. Wasserundurchlässige Schichten sind zu entfernen, damit Staunässe vermieden wird. Wenn das Loch vorbereitet ist kann der Baum zusammen mit dem Pflanzkorb eingesetzt werden. Während des Eingrabens muss die Erde immer wieder gut festgetreten werden. Junge Bäume können leicht durch den Wind oder weidende Tiere in Schieflage gebracht werden. Daher ist es wichtig Pflanzpfosten zu setzen. Mindestens zwei Pflanzpfosten sollten pro Baum verwendet werden. Mit Kokosstricken wird der Baum an die Pfosten gebunden. 
    
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                            <updated>2019-01-04T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">NABU – Ein Experte im Interview</title>
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                                            Der Naturschutzbund NABU und die Obstkelterei van Nahmen, eine Partnerschaft der besonderen Art - Lesen Sie, wie alles begann...
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                 Ein Interview mit Dipl. Ing. agr. Franz-Wilhelm Ingenhorst (57), seit 1991 Leiter des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs des NABU Wesel &amp;amp; Sprecher des NABU-Landesfachausschusses Streuobstwiesenschutz. 
  van Nahmen:  Lieber Herr Ingenhorst, Sie setzen sich nun schon fast 30 Jahre lang für die  Streuobstwiesen &amp;nbsp;am Niederrhein ein. Wie entstand diese Leidenschaft?  Franz-Wilhelm Ingenhorst:  Ich komme aus Wesel, wo mein Vater eine kleine Spedition betrieb und regionale landwirtschaftliche Betriebe belieferte. Auf den Fahrten mit ihm lernte ich die Landschaft am Niederrhein kennen und lieben und fühle mich ihr bis heute eng verbunden. 
   VN:  Welche Aufgabe haben Sie beim NABU Wesel?  FWI:  Ich bin für die Koordination der praktischen Naturschutzmaßnahmen zuständig. Dazu zählt vor allem die Obstbaumpflege, denn ohne Pflege keine Erhaltung der Bäume und kein Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. 
   VN:  Worin besteht im Kern gelungener Streuobstwiesenschutz?&amp;nbsp;  FWI:  Wichtig ist vor allem die Pflege der Bäume! Ohne sie können die Wiesen nicht erhalten werden, ohne Nachpflanzungen hat der Lebensraum  Streuobstwiese  keine dauerhafte Perspektive. 
   VN:  Was hat sich in der Zeit ihrer Tätigkeit im Obstwiesenschutz verändert?  FWI:  Anfang der 1990er Jahre gab es viele alte Bäume, zum Teil aus der Zeit von vor dem 2. Weltkrieg. Dann gab es einige wenige junge Bäume, aber nur sehr wenige mit mittlerem Alter. Dieser ungünstigen Altersstruktur wurde seitdem durch die Aktivitäten des NABU und nicht zuletzt durch das seit 1994 gemeinsam mit der Privatkelterei betriebene  Aufpreisprojekt  entgegengearbeitet. Durch Nachpflanzaktionen wurde die Zahl der jungen Bäume deutlich gesteigert. Allein im letzten Winter orderten knapp 100 Privatleute, Landwirte und Kommunen im Rahmen der&amp;nbsp;von uns organisierten Bestellaktion 1000 neue Obstbäume. Das war Rekord, in der Regel sind es 600-800 Bäume pro Jahr. Die durchschnittliche Zahl übersteigt aber die Zahl der aus Altersgründen abgängigen Bäume, so dass sich die langfristige Perspektive für den Erhalt und die Pflege der Streuobstwiesen verbessert hat. Auch der Ertrag wird künftig steigen. 
   VN:  Wie alt werden Obstbäume?  FWI:  Obstbäume können über 100 Jahre alt werden. Kirsch- und Pflaumenbäume werden nicht so alt wie Apfel- und Birnbäume. Generell gilt: Gute Pflege und guter Boden sind die wichtigsten Voraussetzungen für ein hohes Alter. 
   VN:  Wie unterstützen Sie die Obstbaumbesitzer?  FWI:  Wir vom NABU sind beratend tätig. Gegen ein geringes Entgeld führen wir auch die Baumpflege durch. 
   VN:  Wie entstand die Kooperation zwischen NABU und unserer  Privatkelterei ?  FWI:  Ende der 1980er Jahre kam die Idee der Aufpreisprojekte auf. 1993 suchte ich im Namen des NABU das Gespräch mit Rainer van Nahmen, um ihn hierfür zu gewinnen. Wichtig für uns war es, einen Partner zu finden, der in größeren Mengen Obst aufnimmt und vermarktet, während wir uns dem Wiesenschutz und der Aufforstung widmen. 
   VN:  Ist das Aufpreisprojekt ein „Zukunftsmodell“?  FWI:  Es hat viel Gutes für die Zukunft unserer Streuobstwiesen beigetragen. Jetzt gilt es, darauf aufzubauen. Wichtig sind zwei Punkte: Erstens müssen die Auszahlungspreise ständig dem Markt angepasst werden, damit Obst zu ernten und abzuliefern weiterhin attraktiv bleibt. Zweitens brauchen wir eine Bildungsoffensive für fachgerechten Obstbaumschnitt und entwickeln derzeit Überlegungen zu einem Ausbildungsmodell auf Landesebene. 
   VN:  Warum ist der Baumschnitt so wichtig?  FWI:  Um Jahrzehnte lang Freude an einem Baum zu haben, bedarf es der sorgfältigen Anpflanzung, einem frühen Pflanzschnitt und in den ersten 8-15 Jahren einem jährlichen Erziehungsschnitt. Danach sind größere Intervalle möglich. Die beste Pflanzzeit ist Spätherbst und Winteranfang. Die spätere Pflanzung ist bis in den April hinein möglich, allerdings nur mit entsprechender Bewässerung. 
   VN:  Was ist bei der Ernte zu beachten?  FWI:  Die Früchte sollten gut ausgereift sein. Nur dann haben sie die volle Aromenvielfalt. Lässt sich ein Apfel leicht abknicken und hat bräunliche Kerne, dann ist er reif. Die Ernte sollte in mehreren Durchgängen durchgeführt werden, beginnend an der Südwestseite des Baumes. 
   VN:  Lieber Herr Ingenhorst, verraten Sie unseren Lesern doch noch Ihre persönlichen Lieblingssäfte.  FWI:  Mir schmeckt der einfache, naturbelassene  Apfelsaft von Streuobstwiesen  mit seiner Aromenvielfalt. Von den Sortenreinen ist die  Rote Sternrenette  mein Favorit. 
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                            <updated>2019-01-03T11:30:00+01:00</updated>
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            <title type="text">100 Jahre – 100 Bäume</title>
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                                            Die ersten Apfelbäume auf der neuen van Nahmen Streuobstwiese
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                  „Wir stehen zu unseren Versprechen!“  
 Dass dieses Credo auf die besondere Qualität der  van Nahmen Säfte  und der dafür verwendeten, nachhaltig angebauten Obstsorten zutrifft, davon kann sich jeder Saftgenießer persönlich bei einem guten Tropfen überzeugen. Dass die&amp;nbsp; Privatkelterei  aber auch ihre übrigen Versprechen einlöst, verdeutlicht eine Gruppe kleiner Obstbäume, die seit November 2017 in  Hamminkeln  zu bestaunen ist. Bereits im September hatte Geschäftsführer Peter van Nahmen im Rahmen der Feierlichkeiten zum  einhundertjährigen Firmenjubiläum  die Pflanzaktion „100 Jahre – 100 Bäume“ ins Leben gerufen und die Gäste der Veranstaltung hierfür um Zuwendungen gebeten. Der Zuspruch war groß, so dass am Ende über 20 000 Euro für das Projekt zusammenkamen. 
 Ziel war es, betriebsnah eine neue, typisch niederrheinische Streuobstwiese anzulegen, auf der alte Kulturobstsorten wie die  Rote Sternrenette , der Dülmener Rosenapfel oder der Rheinische Winterrambur vertreten sein sollten. Besonders geeignet war dafür das Grundstück an der Kesseldorfer Straße, auf dem sich bereits zwei jahrhundertealte Kastanien als Naturdenkmäler befanden. Unterstützt von zahlreichen Helfern pflanzten die van Nahmens dort 60 Obstbaumstämmchen; weitere 40 werden in diesem Frühjahr folgen. Mit dem Projekt will die  Privatkelterei  ein Zeichen gegen das Aussterben der  Streuobstwiesen  setzen, die für das regionale Landschaftsbild lange Zeit prägend waren. 
 Das neu angelegte Biotop hat den Charakter einer „Arche“, denn jeder der 100 Bäume gehört einer anderen Kulturapfelsorte an: 100 Bäume – 100 selten gewordene Apfelsorten des Niederrheins. „Wir wollen künftigen Generationen den vielfältigen‚ Erlebnisraum Streuobstwiese’ sichern“, so Peter van Nahmen. In voraussichtlich 8-10 Jahren werden die Bäume erste Äpfel tragen, in rund 25 Jahren ihre volle Ertragsfähigkeit erreichen. Schon vorher werden sie für die  Baumschnittkurse  nutzbar sein, die die Privatkelterei gemeinsam mit dem Niederrheinisch-Westfälischen Streuobstwiesenverein anbietet. 
 Für die  Stadt Hamminkeln  wie für die gesamte Region ist die Renaturierungsaktion ein wichtiger Schritt Richtung Umweltschutz und Landschaftspflege, denn Streuobstwiesen sind nicht nur ein traditionsreiches Stück Heimat, sondern auch als Zuhause von rund 1000 Tier- und Pflanzenarten ein kleiner Kosmos niederrheinisch-westfälischer Flora und Fauna. Möchten Sie einer alten Kulturapfelsorte ein Zuhause in Ihrem Garten geben? Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf unter:  www.vannahmen.de/aktuellespflanzaktion . 
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                            <updated>2019-01-02T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Alte Kulturobstsorten erhalten – Obstbäume veredeln</title>
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                                            Mit den sortenreinen Gourmet-Direktsäften vermittelt die Obstkelterei van Nahmen Saftliebhabern einen kleinen Einblick in die - auch geschmackliche - Vielfalt alter Kulturobstsorten. Dass diese Sorten erhalten und weiterentwickelt werden können, liegt vor allem an der ausgefei...
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                 Mit den  sortenreinen Gourmet-Direktsäften  vermittelt die Obstkelterei van Nahmen Saftliebhabern einen kleinen Einblick in die - auch geschmackliche - Vielfalt alter Kulturobstsorten. Dass diese Sorten erhalten und weiterentwickelt werden können, liegt vor allem an der ausgefeilten Kunst der Obstbaumveredelung. Seit der Antike veredeln Menschen Bäume, schützen sie dadurch vor dem Verholzen und züchten auf diese Weise immer neue Obstsorten. 
 Obstbaumveredelung ist eine ebenso wichtige wie komplizierte Sache. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Ausbildungsberufs „Baumschulgärtner“ und gehört zum Grundlagenwissen im Diplomstudium jedes Gartenbauingenieurs. Bei der Baumveredelung werden mittels „Pfropfens“ oder „Okulierens“ Triebe eines Baumes an einem anderen angebracht, um so die Eigenschaften des Baumes zu erhalten, die sonst in einem Prozess der Verwilderung verloren gingen. Das Veredeln von Obstbäumen ist von besonderer Bedeutung für unsere Obstsaftkelterei. Aus diesem Grund hatten wir unseren „Dr. Baum“, Wolf-Dieter Giesebrecht, gebeten, den Gästen bei der Feier unseres 100-jährigen Firmenjubiläums im Jahr 2017 vor Ort eine fachgerechte Obstbaumveredelung zu demonstrieren und uns bei unserer Pflanzaktion „100 Jahre – 100 Bäume“ zu unterstützen. Die Arbeit des Lünener Diplom-Ingenieurs Gartenbau, der im Jahr 1995 zu den Gründern des Koordinierungsausschusses Obstwiesenschutz in NRW beim Naturschutzbund NABU zählte, trägt nicht nur zum Erhalt der Sortenvielfalt, sondern auch zum Schutz und zum dauernden Ertragsreichtum der Streuobstwiesen bei, die als ökologisch wichtige Biotope die Landschaft am Niederrhein und im Münsterland prägen. 
 Gemeinsam mit dem NABU betreibt die Obstkelterei van Nahmen seit 1994 das Aufpreisprojekt, das auch dem Streuobstwiesenschutz verpflichtet ist: Wir haben seither gemeinsam mit unseren Streuobstwiesenpartnern rund 10.000 Obstbäume nachgepflanzt und arbeiten derzeit mit über 330 Streuobstwiesenbesitzern in ganz NRW zusammen. Wir kaufen deren Streuobst zu fairen Preisen an, tragen damit zur Artenvielfalt und zum Umweltschutz bei und sind in der Lage, unseren Kunden anspruchsvolle  sortenreine Säfte  zu liefern. Wichtig ist für uns dabei, dass neu angelegte Streuobstwiesen wie auch bereits bestehende nach den früher üblichen Anbaumethoden bestellt werden und auf den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel verzichtet wird. Der Erhalt der Natur ist eine Kulturtechnik, und Obstbaumveredelung ist die Kunst, mit der wir die überlieferten Obstsorten und ihre Baumbestände sichern. Sie trägt dazu bei, die Typizität alter Sorten zu erhalten und für die Zukunft zu bewahren. 
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